Wie wirken die effektiven Mikroorganismen


Grundprinzip

Das Konzept der Effektiven Mikroorganismen wurde vor ca. 30 Jahren von Prof. Higa, Agrarwissenschaftler an der Universität von Okinawa, Japan, entwickelt. Die Methode beruht auf einer bestimmten Kombination verschiedener Mikroorganismen, die in der Lage ist, schädliche (faulende) organische Substanz so zu beeinflussen, dass daraus ein gesunder Wachstumsprozess entsteht, bei dem regenerative Prozesse dominieren und fäulnisbildende Prozesse unterdrückt werden (Dominanzprinzip). Die wichtigsten Mikroorganismen, die den Prozess beeinflussen, sind Hefen, Milchsäurebakterien, Photosynthesebakterien und fermentative Pilze.

Freie Radikale und Effektive Mikroorganismen

Freie Radikale sind Moleküle oder Bruchstücke derselben, denen Elektronen fehlen. Sie sind „radikal“ bestrebt, Elektronen aus der Umgebung an sich zu binden und so eine ausgeglichene elektronische Ladung herzustellen. Dabei gehen sie äußerst aggressiv vor und reißen Elektronen aus intakten Strukturen heraus. Durch diese Räuberei können Kettenreaktionen ausgelöst werden, die den Zellstoffwechsel erheblich stören und so zur Zerstörung gesunder Organismen beitragen.

Gegen die Raubzüge der freien Radikalen können Antioxidantien eingesetzt werden. Diese haben einen Überschuss an Elektronen und sind so in der Lage, freie Radikale zu neutralisieren. Antioxidantien sind z.B. Vitamine, Mineralstoffe und Enzyme.

Biosysteme wie Tiere und Pflanzen können eigene Antioxidantien bilden. Effektive Mikroorganismen (EM) fördern aufbauende fermentative Prozesse in natürlichen Biosystemen und auf diesem Wege die Bildung hochwertiger antioxidativ wirkender Substanzen.

Was bringt mir EM?

Die natürliche Wirkung effektiver Mikroorganismen kann in verschiedensten Bereichen eine rein biologische und hoch wirksame Alternative zu industriellen oder chemischen Verfahren sein. Beispiel Gewässersanierung: Teiche und andere Gewässer, deren Biohaushalt nicht in Ordnung ist, das Wasser verschmutzt wirkt und zu wenig Sauerstoff hat, werden bisher mit aufwändigen industriellen Verfahren entschlammt. Hingegen kann die Zugabe von EM in das Wasser die Umwandlung „toten“ Materials wie Faulschlamm in „lebendes“ organisches Material bewirken.

Da EM auf der Mikro-Ebene der kleinsten lebenden Teilchen wirkt und diese in jedem lebenden Organismus vorkommen, kann es in den unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt werden, von der Gewässersanierung bis zur Tierhygiene. Dabei ist ausdrücklich hervorzuheben, dass man durch den Einsatz von effektiven Mikroorganismen keine biologischen Unverhältnismässigkeiten auslöst. Durch das Dominanzprinzip werden mit Hilfe der effektiven Mikroorganissmen die ohnehin anwesenden Bakterien, Hefen und Pilze angeregt, Fäulnis, Gestank und Ablagerungen, zu beseitigen. Hierbei ist es auch wichtig die Dosierung bei den einzelnen Anwendungen zu berücksichtigen. Es gilt:weniger ist mehr.